Tschaikowskys Schwanensee meets Street Dance

Frederik Rydman lädt nicht nur die gehobene Gesellschaft in Abendkleider und Ballkleider ein, sondern die Menschen „von heute“ zu Schwanensee reloaded: In Frederiks Rydmans neuen Interpretation des weltberühmten Stücks Schwanensee, ist die Handlung ins 21. Jahrhundert, also in unsere heutige Zeit verlegt. Das macht das ganze Stück authentischer, dramatischer, verständlicher in Hinsicht auf die Gefühle, die das Stück vermitteln soll. Denn schließlich sind im 21. Jahrhundert andere Faktoren fesselnder als „angsteinflößende“ Zaubersprüche und Flüche.

Im Schwanensee geht es um Rothbart, der Eroberer, der weiß, dass er beschützt wird von seinen federleichten und schönen Schwanenmädchen. Er hat sie in der Hand, kann sie kommandieren, weil er „den Stoff“ hat, aus dem die modernen Träume gemacht sind. Seine Schwanenmädchenschar ist voller Heißhunger und Verlangen. Sie verzehren sich nach diesem Stoff und machen für diesen alles. So geht es bis zum Ende hin, bis Gut und Böse sich einen erbitterten Kampf liefern. Genau bei diesem Höhepunkt, kommt die Liebe hinzu, die ihre Macht niemals verlieren wird. Und so wird einem ein spannender Akt geboten.

Warum das Stück so besonders ist? Wie schon erwähnt findet die Handlung in unserer heutigen Gegenwart statt. Fredrik Rydman bringt Tschaikowskys Schwanensee und Street Dance faszinierend zusammen. Zusätzlich ist wirklich noch bemerkenswert, dass es zwar auch ein Orchester gibt, sich das Stück aber ganz in Manier zur heutigen Zeit einen Großteil der Musiker der Soul-Pop-Rock-Reggae-Rapstars mit ins Boot geholt hat, wie Salem Al Fakir, Moneybrother oder Eye N’I. Die Stücke wurden eigens komponiert.

Das Stück „Swan Lake“ ist dabei den Rest von Europa rasant zu erobern, seitdem es im ausverkauften Stockholmer „Danses hus“ aufgeführt wurde.

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